Unsere Aussküche

Wir hatten noch nie den Luxus einer Außenküche gehabt. Jetzt haben wir die Staukiste, in der die Gasflaschen untergebracht waren, umgebaut und eine tolle Küche eingebaut. Jetzt kann man Fisch brutzeln, Knoblauch dünsten und der Geruch bleibt draußen. Außerdem macht es draußen mehr Spaß (vorausgesetzt das Wetter macht mit).

Wo ein Willi ist – ist auch ein Weg!

Durch den Einbau eines Gastanks (50l) wurde die große Staukiste (Bawer 80x50x50) hinten auf der Beifahrerseite frei und so konnten wir dort eine Außenküche einbauen. Ehrlich gesagt war das eine mittelschwere Tüftelei, da der Staukasten rundum einen recht dicken Rand, zwei Gasdruckfedern und einen ziemlich großen Schließmechanismus hat. Doch wo ein Wille, da ist auch ein Weg! Renate und ich diskutierten viel über die beste Lösung und so waren wir beide immer wieder überrascht, auf welche guten Ideen wir uns gegenseitig gebracht haben. 

Gasinstallation angepasst

Durch den Einbau des neuen Gastanks in den Fahrzeugrahmen habe ich die Leitungen angepasst. Die alten Leitungen im Staukasten von den Gasflaschen musste ich dann noch entsprechend anpassen. Grundsätzlich habe ich große Ehrfurcht vor einer Gasinstallation. Die Recherchen im Internet und ein paar gute Ratschläge aus versch. Foren machten mir Mut, die Sache in eigene Hände zu nehmen. Die alten Sachen habe ich ausgebaut und mit Stahlrohr 8mm, Schneidhülsen, Absperrhähnen und einem Steckanschluss für einen weiteren möglichen Verbraucher ergänzt. Auf youtube fand ich sehr gute Erklärungen zum Verarbeiten von Schneidringverschraubungen. Nach der Installation wurde alles großzügig mit Lecksuchspray getestet und auf Anhieb war alles dicht. Leicht zugänglich sind die Gashähne durch eine Klappe in der oberen Schublade.

Tragrahmen aus 20mm Bambus

Durch den dicken Rand des Staukastens bot es sich an, einen Tragrahmen für die Schubladen einzubauen. Dieser würde uns keinen Platz wegnehmen und eine stabile Befestigungsmöglichkeit bieten. Aus den Resten der Küchenplatte habe ich diesen angefertigt (Bambus, 20mm). Auf den Rahmen kamen die Schienenträger, die recht breit ausfallen mussten, um an den Gasdruckfedern, die wir später dann doch entfernten ;-( vorbei zu kommen. Die Schienen haben eine Tragkraft von je 45kg, was reichen sollte.

Schublade aus Bambus

 

Aus Resten der Bambusplatten vom Kabinenausbau fertigten wir die obere Schublade. Ich gebe zu, dass die Form sehr exotisch aussieht. Das hängt damit zusammen, dass die Gasabsperrhähne auf der Rückseite der Staukiste gut erreichbar sein müssen, daher das herausnehmbare weiße Brettchen. Vorne musste Freiraum für den Schließmechanismus des Staukastens geschaffen werden, der leider recht groß gebaut ist. Zum rausziehen der Schublade gab’s dann noch ein schönes Greifloch.

Die Höhe der Schublade musste für Standartgrößen für Gastronormgefäße reichen. Die sind aus Edelstahl und extrem praktisch und dazu richtig günstig.

Auszug für 2 Kocher mit Schublade

 

Der zweite Auszug sollte den Platz optimal nutzen. Wir haben zwei Kocher aus Edelstahl dort platziert. Diese werden mit zwei Klappen abgedeckt, die man nach außen klappen kann und in denen dann die Gastronormbehälter Platz finden. Zudem ist noch eine große Schublade integriert, die man auch noch mit einem Brett abdecken kann, um sie als Arbeitsfläche zu nutzen. Mehr geht kaum noch.

 

Hilfreiche Details

Gastronorm Behälter

Sie sind aus Edelstahl, sehr günstig, da 1000fach in der Gastronimie verwendet. Wir nutzen die Grössen 1/3 und 1/6.

Kreuz-Schwerlast Scharnier

So können wir die Abdeckung der Gaskocher zur Seite ausklappen und als Ablagefläche nutzen.

Steckkupplung

An diese kann leicht ein weiterer Verbraucher angeschlossen werden, z.B. ein Gasgrill.

JV-Edelstahlkocher

Sie haben richtig Power, passen von der Größe perfekt und sind aus Edelstahl.