Der Möbelbau

In meiner Kindheit durfte ich meinem Onkel, der Schreiner war, immer mal wieder zur Hand gehen. Als Hauseigentümer gab es natürlich auch hi und da etwas zu reparieren. So haben wir langsam etwas Erfahrung gesammelt. Doch der Schritt, den ganzen Innenausbau selbst zu machen kostete schon etwas Mut und auch einige Anschaffungen. Eine Tischkreissäge, Bohrmaschine, Akkuschrauber, Oberfräse und Exzenterschleifer hatte ich schon, eine Lamello-Fräse sowie Flex, Nietmutterzange, … mussten erst noch angeschafft werden.

Da sich die Umbauarbeiten am Fahrgestell verzögerte, haben wir schon mit dem Möbelbau im Keller nach unseren Plänen begonnen, immer in der Hoffnung, dass nachher auch alles passt.

Unser Material

Da wir keinen Schreiner beauftragen konnten, musste eine gute Lösung für die Möbelkannten gefunden werden. Da Gewicht bei uns nicht ganz so entscheidend ist, wählten wir ein gutes Multiplexholz mit einer weißen HPL-Beschichtung für alle Korpusse (12mm für alle Hängeschränke und 18mm für den Rest) von der Firma Götz.  3schichtige Bambusplatten 15mm der Firma „Asia trade company nahmen wir für die Fronten. Im Nachhinein würde ich das 18mm Holz durch 12mm ersetzen. So brauchen wir keine Umleimer und es sieht sehr gut aus. Die Bambusfronten und Multiplexkanten wurden geölt mit Rubio „Monocoat“, wird richtig hart – fast wie Lack und sieht super aus.

Pushlocks & Schubladen

Da alle Türen und Klappen bei Fahrten im Gelände gut geschlossen bleiben müssen, haben wir uns für solide und etwas größere Phushlocks (M1-2A-13-1 der Firma southco pdf zum download) entschieden. Auch bei den Klappenhaltern (Firma Hettich – pdf zum download) wurde nicht gespart. Dafür bei den Schubladen: Die haben wir fertig bei ikea gekauft (gab es leider nur in 40er und 60er Breite). Einzelne Schubladen mussten wir uns selbst anfertigen. Der Einbau in die Küche artete etwas in monotone Fließbandarbeit aus.

Badschränke

Wir verwenden ein normales Haushaltswaschbecken und -armatur. Bei uns kommt es auf das Gewicht nicht so an (12t). Der Einbau der Hochschränke gestaltete sich schwierig, da wir übersehen hatten, dass das Türprofil die Einbaubreite um 1 cm verengt. So blieb nichts anderes übrig als den Schrank zu zersägen, einzubauen und wieder zusammen zu schrauben. Sowas passiert halt 😉 

Günstig & effektiv

Unsere Küche

Da wir sehr gerne selbst kochen und besonders die lokalen Spezialitäten immer gerne genießen, war für uns die Küche besonders wichtig. Es gibt nichts schöneres, wie auf einem lokalen Markt einzukaufen und frischen Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse oder Wein zu genießen. Die Küchenzeile besteht aus vielen Schubladen, die wir bei ikea bezogen und danach mit einer eigenen Front bestückt haben. Leider gibt es sie nur in fixen Größen (40/60/80cm). 

Spüle (SCHOCK Einbauspüle HORIZONT D-100S-A,) und Wasserhahn sind wieder aus dem Hausbereich. Zum Kochen haben wir uns für den Triplex von Thetford entschieden. Er hat drei Flammen und einen Backofen (und sieht sehr gut aus). Beim Kühlschrank haben wir uns für einen Kissmann KB 130 ENI entschieden. Im Eingangsbereich haben wir eine klappbare Verbreiterung der Arbeitsplatte platziert: sehr praktisch, besonders wenn man zu zweit kocht (Halterung: 1 Paar SO-TECH Klappkonsolen).

Kühlschrank

mit einem Türblatt, das zum design der Möbel passt

Herd

So kann es auch am Morgen frisch aufgebackene Brötchen geben

Spühle

Solide und stabil, da kann auch mal was umkippen

Klapperweiterung

Damit wir beide miteinander kochen können, schaffen wir Platz

haupt

Die Sitzgruppe

Wir haben sie auf ein Podest platziert, um noch mehr Stauraum zu gewinnen. Sie ist in einer L-Form gestaltet. In den Sitzbänken ist die Heizung (Truma D6E) eingebaut und viel Stauraum nutzbar. Der Tisch ist eine Eigenkonstruktion. Die Platte ist asymmetrisch auf beiden Seiten zu klappen. Die Polster wurden von meiner Frau Renate genäht – eine wahre Künstlerin in diesem Bereich – ebenso natürlich die Sitzkissen. Auf der Vorderseite beim Durchgang haben wir ein klappbares Podest platziert, sodass die Sitzbank verbreitert werden und man aber trotzdem den Kühlschrank öffnen kann.

 

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