Urlaub in Schweden

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Schweden im Spätsommer

Unsere erste Reise mit „Willi“ sollte uns noch nicht zu weit ins Ausland bringen, da wir das ganze Fahrzeug (mit Ecken und Macken) erst einmal kennen lernen wollten. Nach 40 Jahren können nach langen Standzeiten natürlich unentdeckte Mängel hervortreten. So war es dann auch … aber dazu später. Vor mehr als 20 Jahren führte uns eine Reise mit einem geliehenen Wohnmobil nach Schweden. Wir waren so begeistert von dieser Art, Ferien zu machen, dass wir seither fast ausnahmslos in dieser Art unsere Ferien verbrachten.

Die Schweden sind ein eher zurückhaltendes Volk, jedoch sehr freundlich. Immer mal wieder erhielten wir tolle Tipps von schönen Plätzen, die wir besuchen sollten. Sie sind sehr sicherheitsbetont, das zeigt sich schon in der Automarke „Volvo“. Fast jeder fährt hier einen. An Strassenkreuzungen wird jeweils lange gewartet, bis sie wirklich frei sind (kaum mehr ein Auto in Sichtweite ist). Das führt zu einem sehr entspannten reisen. Und sie haben etwas übrig für Kunst. Seien es wunderschöne Glasprodukte, tolle Designermöbel, „schöne“ Gebrauchsgegenstände und tolle Oldtimer (meist aus den USA). Wir haben uns in jedem Fall sehr wohl gefühlt.

Stellplätze

sind in Schweden in der Nachsaison immer gut zu finden, wenn man sich nicht zu aufdringlich und dreist  benimmt. Wir standen bis auf zwei Ausnahmen nur an Badeplätzen oder  in kleinen Häfen. Dabei hatten wir ausnahmslos freundliche Kontakte. Ein Fischer schenkte uns z.B. direkt nach unserer Ankunft im Hafen ein paar Makrelen. Wir revanchierten uns mit 2 bottle of german beer. Hilfreich dabei ist uns eine Karte in dem Massstab  1:250 000.

An- und Abreise

Wir sind mit der Fähre angereisst. TT-Line von Rostock nach Trelleborg und zurück für total 124.-€ (2 Personen, Wohnmobil Länge 8.00m und Höhe 4.00m). Das ist ein super Preis im Vergleich mit anderen Anreisewegen. Über die Insel Fehmarn wäre dies auch möglich gewesen, ebenso über die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö. Jedoch sind beide Wege deutlich teurer und zusätzlich muss ich die Mehrkilometer rechnen.

Tipps

  • Dagensrät: Ist ein „Mittagstisch“, der oft angeboten wird. Zu günstigen Preisen kann man oft sehr gut essen (inkl. Wasser und Kaffee soviel man will).
  • Kanu: Viele Seen laden zum Kanu fahren ein. Sie sind oft klein und oft auch nicht sehr tief. Wir haben ein aufblasbares in der Heckgarage dabei.
  • Fahrrad: haben wir immer dabei. Ist ideal zum auskunschaften der Umgebung und möglicher Stellplätze oder für Fahrten zum nächsten Supermarkt.
  • Pilze sammeln: Im Herbst schiessen die Pilze förmlich aus dem Boden. Wir haben uns auf Steinpilze und Pfifferlinge konzentriert. Das gab jedes Mal eine phantastische Mahlzeit.
  • Heidel- und Preiselbeeren: lassen sich herrlich frisch sammeln und zu einem Dessert oder mit Pfannkuchen verarbeiten.
  • Fischräuchereien: gehören für uns zu den liebsten Einkaufsläden. Es geht nichts über einen frisch geräucherten Fisch zu aufgebackenem Baguette.
  • IKEA: ist eher enttäuschend. Die Kaufhäuser in Deutschland sind 100% gleich aufgebaut und oft grösser. Mittagessen und Kaffee ist extrem günstig.
  • Angeln: Schweden ist ein Angelparadies. In den Unmengen von Seen findet man Hechte, Forellen, … . Ich muss noch etwas üben 😉
  • Alkohol: ist aussergewöhnlich teuer, wir haben vorgesorgt und einen entsprechenden Vorrat mitgenommen (Platz haben wir ja genug)
  • Bargeld: ist eigentlich nicht mehr notwendig. Jedes noch so kleinen Einkauf kann man mit Karte bezahlen. Wir kamen die kompletten 4 Wochen ohne Bargeld aus.
Beitrags-Ende

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