Serbien Kroatien Slowenien

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Drei Länder in einer Woche ist unser Rekord. Das hängt teils damit zusammen, dass wir eine Einladung für eine Reise zusammen mit Tobias Teichmann von 4wheel24 nach Tunesien erhalten haben. Am 1. Oktober legt die Fähre von Genua nach Tusis ab und so haben wir unsere Richtung etwas geändert. Da wir uns für diese drei Balkanländer nicht besonders vorbereitet hatten, hielten sich die highlights, die wir fanden, eher in Grenzen. Zudem spielte leider das Wetter nur schlecht mit. Doch der Reihe nach:

 

Serbien ist für uns ein total neues Land. Wir kennen es nur aus der damaligen Kriegsberichterstattung während des Balkankrieges. Wir starten an der Donau und fahren an ihr entlang nach Westen. Wir sind völlig überrascht wie hier die Donau die hohen Felsen durchschnitten hat: Eine Aussicht teilweise wie in Norwegen an dessen Fjorden. Dementsprechend geht es auch rauf und runter sowie durch einige unbeleuchtete Tunnels. Schlafplätze finden wir meist irgendwo am Ufer der Donau. Der letzte war besonders schön: nachdem wir keine gute Möglichkeit gefunden hatten, steuerten wir einen kleinen Campingplatz an. Auf diesem waren wir allerdings völlig allein. Es war mehr ein Garten einer gut Englisch sprechenden Dame, die uns mit Slibowitz, Kaffee und eigenen Trauben verwöhnte.

Danach ging es nach Kroatien aber nicht wie man vermuten würde an der sehr touristischen Mittelmehrküste entland sondern eher durchs Hinterland. Teilweise auf recht kleinen Strassen

Stellplätze fanden wir meist an einem Restaurant, in dem wir zu Abend aßen und dafür umsonst die Nacht verbringen konnten. Zum Glück wurden wir hier von einem Unwetter nur gestreift. In der Nachbarschaft gab es Überflutungen und vom Sturm umgeworfene LKWs. Auch die nächsten Tage waren eher von Regen und Kälte geprägt. Dies ließ die Pilze kräftig wachsen und so kamen wir in den Genuss einiger Steinpilze, die wir von zwei sammelnden Damen geschenkt bekamen. Somit waren mind. Zwei Mahlzeiten gesichert. Bedingt durch das schlechte Wetter waren wir vermehrt am Fahren und durchquerten Kroatien schneller als gedacht.

Um nach Italien zu kommen mussten wir nun nur noch durch Slowenien. Da das Mautsystem für Fahrzeuge unserer Größe sehr kompliziert ist, entschieden wir uns, auf den Landstraßen zu bleiben. Bei schönstem Wetter fanden wir recht spontan noch einen Bauernhof mit angeschlossener Wirtschaft, auf dessen Grundstück wir unsere einzige Nacht in Slowenien verbrachten. Diesen Bauernhof zu erreichen war allerdings ein kleines Kunststück: Es ging durch ein kleines Dorf, dessen Straßen immer enger und deren Dachvorsprünge immer tiefer wurden. Nur um einige Zentimeter schafften wir die letzten Kurven und ernteten bewundernde Blicke als wir den Hof erreichten. Auch hier bezahlten wir unsere Stellplatzbegühr in Form eines Restaurantbesuches – das ist unsere liebste Währung.

Jetzt sind wir bereits in Italien und werden dort unsere letzte Woche vor der Abreise nach Tunesien verbringen. Leider haben wir dort kein Netz, da die in Kroatien erworbene SIM-Karte nur eine, statt der bezahlten zwei Wochen funktionierte. Sobald wir aus Europa wieder raus sind wird es sicherlich wieder einfacher und kostengünstiger mit dem “online-gehen”. Letztes Mal konnten wir in Tunesien sogar in der Sahara einen “Tatort” streamen.

Beitrags-Ende

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