Finnland – Teil 1

Finn-D7

Von Helsinki bis Uusikaupunki

Am Sonntag Morgen ging es mit der Fähre in 2 Stunden bei ruhiger See von Tallin nach Helsinki. Bei der Einreise wurde streng kontrolliert, ob die Regelungen zu Covid19 eingehalten werden, was entsprechend lange dauerte. Mit unserem EU-Impfzertifikat waren wir glücklicherweise schnell durch. Die geplante Besichtigung von Helsinki fiel leider recht kurz aus, da uns immernoch die letzte Nacht und die vielen Eindrücke aus Tallin in den Knochen steckten. Besonders beeindruckte uns die Domkirche am Senatsplatz mit dem grossen Slogan „I give you a futur with hope – God – Jer. 29,11“ Renate war vor über 40 Jahren mal zu einem Einsatz in Helsinki in Zusammenarbeit mit der Evang.-meth. Kirche. Diese haben wir tatsächlich gefunden und ihre Vergangenheit noch mal aufleben lassen. Das Mittagessen fand bei McDonalds statt (so fertig waren wir ). Danach brachen wir die Stadtbesichtigung mangels Kondition ab (die Stadt und die Gebäude sind einfach riesig).

Mit Hilfe der app „park4night“ fanden wir unseren ersten Platz in Lohja. Die Regelung und Bezahlung war aber nur in finnisch beschrieben – mit Hilfe des google-translater fanden wir heraus, dass wir auf ein finnisches online-Portal müssen, dort die Parkgebühr bezahlen, uns das ticket selbst ausdrucken und ins Fenster hängen sollten. Falls wir keinen Drucker dabei haben sollten (was wir natürlich auch nicht haben) könne man in der Bibliothek das Ticket ausdrucken (die am Sonntag geschlossen war) – alles wenig Anwenderfreundlich. Schon nach 30 Minuten war die Security da und wollte das ticket kontrollieren. Dem schlossen sich nette Diskussionen, Telefonate mit der Hotline der Stadt, … an, mit der ich den Fall klären konnte. 3 Stunden später stand die nächste security am Auto und am nächsten Morgen wieder eine andere – jedes Mal die selben Diskussionen … ein wirklich unerfreuliches Willkommen. Wie findet man gute Stellplätze (ausser auf einem Campingplatz) in Finnland? Diese Frage beschäftigte uns am kommenden Tag. An jedem kleinen Weg an einem See, hat irgend eine Familie ihr Sommerhaus. Auf einer anderen app (Mapout) fand ich dann einen Parkplatz am See, der sich als öffentlicher Badeplatz herausstellte und genügend Platz bot, um niemandem mit unserer grossen Kiste im Weg zu stehen. Hier haben wir gleich zwei Tage verbracht und einige sehr nette Begegnungen mit Ortsansässigen gehabt und einige Stellplatz-Empfehlungen bekommen. Leider war das Wasser nicht zum Baden geeignet, da durch die Hitze einige giftige Algen dort wucherten.

Gestärkt durch diese wunderschöne Pause ging es weiter nach Naantali. Einige Besorgungen konnten wir im Bauhaus machen. Dort fanden wir uns schnell zurecht, es sieht genauso aus wie bei uns mit der Ausnahme, dass sie über eine riesige Abteilung mit Saunaöfen, -bänken und Zubehör verfügen. Anschliessend bemerkten wir, dass unser Kühlschrank ausgestiegen war. Nach Rücksprache mit dem Hersteller stellten wir erschreckt fest, dass es an mangelnder Batteriespannung lag. So mussten wir also zuerst das Problem mit unseren Aufbaubatterien angehen. Glücklicherweise standen wir genau dann an einem Hafen, direkt neben 220V Steckdosen, die wir zum Laden nutzen konnten. Das war perfektes timing Gottes.

Der nächste Platz war einen Volltreffer: ein Waldplatz mit Grillstelle, Holz, Badestrand und einer öffentlichen Sauna. Uns war klar: Finnland zu besuchen, ohne zu saunieren geht gar nicht. So nahmen wir die freundliche Einladung des Saunameisters gerne an und verbrachten den ganzen Nachmittag abwechselnd in der Sauna, Dusche, Meer und beim Sonnenbaden auf einem Badesteg. Einfach herrlich! Dort erhielten wir auch die Empfehlung für unseren nächsten Platz: Wieder so ein Waldparklatz am Ende einer 5km langen Schotterstrasse direkt am Meer: Einfach zu schön zum weiterfahren. Wir blieben gleich drei Nächte, meist in der Hängematte, beim angeln oder Blaubeeren sammeln.

Beitrags-Ende

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