Rumänien Transsilvanien

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Wir besuchen Brasov, auf Deutsch “Kronstadt”, eine von Deutschen gegründete Stadt in Siebenbürgen im Zentrum von Rumänien. Der Teil von Rumänien gehörte damals zum Königreich Ungarn. Der ungarische König lud die Deutschen aus Sachsen zur Gründung von Siedlungen in der Region ein. Die Altstadt von Brasov gehört heute zu den schönsten Orten aus der Vergangenheit von Rumänien. Leider hat es den ganzen Tag geregnet so haben wir lieber ein grosses Shopping-Center besucht und einige Schuhe ersetzt. Geschlafen wurde sehr rustikal direkt auf dem riesigen Parkplatz des Shopping-Centers.

Am nächsten Tag gehts zum Schloss Peles in Sinaia. Hier residierte König Carol I von Rumänien. Er war ein Mitglied der deutschen Kaiserfamilie aus Sigmaringen. Die Rumänen hatten nach ihrer Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich keinen König und daher die großen Herrscherhäuser in Europa nach einem König angefragt. Nur Deutschland hat darauf geantwortet. Seit seinem Tod im Oktober 1914 gab es kaum Änderungen im Schloss. Dadurch ist die gesamte Einrichtung von damals noch erhalten. Wir staunten nicht schlecht über das gut erhaltene Schloss.

Immer wieder wurden wir vor Bären gewarnt, wenn wir im Wald Pilze suchen wollten. Jedoch haben wir nirgens einen gefunden. So bot sich der Besuch einer Bärenauffangstation mit ca. 160 Bären in einem grossen Areal an. Viele von Ihnen wurden früher misshandelt und sind im Krieg in der Ukraine in irgend einer Form unter die Räder gekommen. Eine sehr informative Führen half uns, die “Bärenproblematik” in Rumänien besser zu verstehen. Auf der Weiterfahrt erreichten wir ein Höhlenkloster, auf dessen Zugangsweg eine Gottesanbeterin saß.

Danach erreichen wir Sibiu. Hermannstadt ist heute die Region mit einem der größten Anteile an Deutschen. Bis 1970 lebten hier noch 20.000 Siebenbürger Sachsen. Heute sind es weniger als 1.500. Leider haben wir uns mit unserem dicken Willi in die Altstadtgassen verirrt, aus denen wir oft nur um Zentimeter wieder raus kamen. Bei der Stadtbesichtigung erreichten wir zuerst die Marienkirche. Eine dortige Andacht auf Deutsch half mir, meinen Adrenalinpegel wieder zu senken.

Zur Krönung nahmen wir uns die Fahrt über die Transalpina vor. Als „Straße des Königs“ wurde die Panoramastraße zwischen Siebenbürgen und der Walachei im Jahr 1939 eröffnet. Damals war es dem Einsatz von König Carol II von Rumänien zu verdanken, dass die Straße durch die Parâng-Berge saniert wurde. Die ca. 150 km lange Straße ist die höchste mit dem Auto befahrbare Straße Rumäniens. Aufgrund des unberechenbaren Wetters ist sie nur in den Sommermonaten vom 1. Juli bis 30. September geöffnet. Sie erreicht eine Höhe von 2.145 m. Unser Willi hatte ganz schön zu schaffen, die Passhöhe zu erreichen. Gerade als wir ankamen wurden wir mit einem Regenbogen und einer grandiosen Aussicht begrüsst. Nachts kühlte es ordentlich ab und am kommenden Tag wachten wir im Nebel und mit Regen auf. Leider gestaltete sich die anschliessende Talfahrt dann ziemlich stressig. Wir konnten kaum 50m weit sehen und so wurde jede der Serpentinen zu einer Überraschung. Unten angekommen lachte wieder die Sonne.

Nach einer ruhigen Nacht an einem einsamen See geht es jetzt nach 5 Wochen Rumänien zur Serbischen Grenze.

Beitrags-Ende

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