Schweden – Teil 3

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Wir sind überrascht, welch starken Einfluss das Wetter auf unseren Alltag auf Reisen hat. Eigentlich wollten wir direkt nach Stockholm starten, da das Wetter aber kalt und regnerisch sein sollte, haben wir das noch etwas verschoben und einen kleinen Zwischenstopp am Schloss Rosersberg eingelegt. Die haben dort einen guten Parkplatz, auf dem wir gleich zwei Nächte stehen konnten. Diese Tage haben wir mit kleinen Wanderungen und einem Kochduell verbracht. Wenn es draussen regnet, geniessen wir es eben drinnen mit feinem Essen. Zudem stand mein Geburtstag an. Renate hat einen superleckeren Kuchen für uns gebacken und ich (Uwe) habe mal ein Experiment gewagt: gefüllte Hänchenbrüste: mit Filetiermesser aufgeschnitten, mit Alupapier ausgestopft, angebraten – dann behält sie die geöffnete Form – und dann mit Knoblauch, Käse, Schinken, Zwiebeln gefüllt. Dabei stellten wir fest, dass unser Backofen (Thedford – Triplex) einfach ein genial wertvolles Teil ist. Und das ganze nebeneinander auf ca. 1,5qm Küchenfläche (ohne Streit!).

Ohne Streit wäre es beinahe nicht abgegangen, als sich zwei Tage später zwei neue Wohnmobile nachts um 21:30 dermassen nahe an unser Fahrzeug platziert hatten (sowas machen Schweden nie), die Stühle auspackten und nachts bis Ultimo feierten, quatschten, tranken, am Morgen früh das Auto ewig laufen liessen bevor sie dann mit viel Getöse abreisten. Manchmal bin ich schockiert wie rücksichtslos und egoistisch manche Wohnmobilisten unterwegs sind – und auch welche Emotionen sich dadurch bei mir/uns breit machen. «Kuschelcamper» können manchmal echt eine Plage sein. Die Deutschen sind da besonders dreist (leider).

Stockholm ist eine superschöne und beeindruckende Stadt. Wir sind zum dritten Mal dort gewesen und haben sie wieder von einer anderen Seite kennengelernt. Das kühle Wetter trieb uns immer mal wieder in ein Kaffee zum aufwärmen. Dort mussten wir natürlich die berühmten Zimtschnecken ausprobieren. Den Willi haben wir auf einem Parkplatz, auf dem wir übernachteten (s.o.) stehen gelassen, sind zu Fuss zum Bahnhof und mit dem Zug in die Stadt. Mit einer Tageskarte für den ÖV waren wir flexibel und schnell unterwegs. Das funktionierte bestens. Einen Besuch empfehlen wir sehr. Gerade als wir wieder „Zuhause“ waren begann es zu regnen – das war wirklich perfektes timing.

Am Wochenende sollte es dann schönes Wetter geben, so starteten wir nur zu einer kurzen Fahrt weg vom Stadtgebiet von Stockholm auf einen kleinen Stellplatz an einem Hostel. Mit dem Eigentümer verstanden wir uns auf Anhieb. Sie sind ähnlich lange wie wir verheiratet, legen viel Wert auf Familie und gehören der Orthodoxen Kirche an. Sie sind Aramäer und haben uns dann eingeladen, am Grillen mit der ganzen Familie teilzunehmen. Es wurde ein wirklich herzlich, offener und sehr geselliger Abend.

Am kommenden Tag gings weiter an einen kleinen Parkplatz am Meer. Wir sassen eigentlich den ganzen Tag in der Sonne – endlich mal wieder und hatten eine sehr ruhige Nacht. Auch am kommenden Tag schien die Sonne und so konnten wir mal wieder eine kleine Wanderung machen, Pilze suchen (erfolglos), angeln (erfolglos) und trotzdem sehr zufrieden einen ruhigen Abend auf einem Parkplatz im Naturschutzgebiet verbringen.

Beitrags-Ende

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